FSM-Zustandstabellen (erster Steuerungs-Entwurf)

Dokumentiert den ersten FSM-Entwurf der automatischen Steuerung — noch nicht produktiv (produktiv wird derzeit manuell gesteuert). Ausgangspunkt, den das Kostenmodell ablösen soll. Intern. Siehe modellkonzept, ideen, Topologie: diagramme/topologie.tex.

Elemente

  • Zonen/Cluster (je Zone ein Monitor-Cluster), benannt nach Heimat-SiKo:
    • C1 Pavillon Nord (Heimat SiKo 1)
    • C2 Check-in-Halle Nord (SiKo 2)
    • C4 Check-in-Halle Süd (SiKo 4)
    • C5 Pavillon Süd (SiKo 5)
    • C0 Terminal 2, alleinstehend Ost (SiKo 0)
  • SiKo 3 existiert bewusst nicht.

Zustandsmatrix

Zelle = SiKo, die das Cluster empfiehlt; „—” = keine Anzeige.

ClusterUngesteuertNeutralUmst. NordUmst. SüdUmst. SiKo0 (T2)→ SiKo1→ SiKo2→ SiKo4→ SiKo5
C1 Pav. Nord11401245
C2 CI Nord22401245
C4 CI Süd42401245
C5 Pav. Süd52501245
C0 Term. 200000000

Lesart der Zustände

  • Ungesteuert: alle SiKos geschlossen (z. B. nachts) → keine Anzeige.
  • Neutral: Normalbetrieb, jedes Cluster zeigt seine Heimat-SiKo (kürzester Weg).
  • Umst. Nord: Süd-Cluster (C4, C5) werden nach SiKo 2 hochgezogen; C1 bleibt auf SiKo 1, C2 auf SiKo 2 → SiKo 2 wird Sammelziel, SiKo 4 entlastet.
  • Umst. Süd: spiegelbildlich — Nord-Cluster (C1, C2) werden nach SiKo 4 gezogen; C5 bleibt auf SiKo 5 → SiKo 4 Sammelziel.
  • Umst. SiKo0 (T2): voller T2-Sog — alle Cluster → SiKo 0 (nur wenn T1 ausgeglichen/ausgelastet).
  • → SiKoX (Zielzustände): alle T1-Cluster (C1, C2, C4, C5) → SiKoX; C0/T2 bleibt auf SiKo 0 (kein Quer-Sog aus dem Ost-Terminal nach T1).

Beobachtungen (für die Ablösung durchs Kostenmodell)

  • Blunt / diskret: Zielzustände lenken alle T1-Cluster auf eine SiKo — keine anteilige Aufteilung, keine standortabhängige Feinsteuerung. Genau das soll das Graph-/Kostenmodell (modellkonzept) ersetzen (pro Cluster individuelle Kosten Weg + Wartezeit).
  • Schwellwertbasiert: Übergänge über geschätzte PWT-Differenzen je Zonenpaar (grob, ohne Wegkostenrechnung).
  • Asymmetrie T1/T2: T2 zieht T1 an sich (SiKo0-Zustand), aber T1-Zielzustände ziehen T2 nicht an (C0 bleibt) — plausibel wegen des langen Ost-Wegs.

Zustandsübergänge (wann welcher Zustand)

  • Attraktor Neutral: jeder Steuerzustand versucht, nach Neutral (Optimalzustand) zurückzukehren. Steuerung ist stets ein temporärer Ausflug; De-Eskalation, sobald die auslösende Unwucht verschwindet.
  • Hysterese: Übergänge über PWT-Differenz-Schwellen (aktivieren bei großer Differenz, z. B. >10 min; zurück bei kleiner, z. B. <2 min) plus operative Guards (Spur offen, kein Betriebsstart, Füllevel).
  • Ungesteuert: orthogonal/betrieblich — SiKos geschlossen ⇒ keine Anzeige; Öffnen ⇒ Neutral.
  • Zweistufig innerhalb T1:
    • Stufe 1 (Umst. Nord/Süd): N-S-Wartezeitdifferenz groß genug und die zwei SiKos der Zielseite etwa gleich → Seitentrichter zum Collector (Süd staut → Umst. Nord; Nord staut → Umst. Süd).
    • Stufe 2 (→ SiKoX): unterscheiden sich die zwei Zielseiten-SiKos zusätzlich deutlich → alles zur kürzesten SiKo, egal von wo.
  • T2 (SiKo0): T1 → T2 nur, wenn kürzeste T1-Wartezeit deutlich schlechter als T2. Rückkehr T2 → Neutral existiert, aber es gibt keine Ausgabe T2 → T1 (der 20-min-Weg aus T2 wurde bisher nie von einer T1-SiKo geschlagen) — faktisch ein impliziter, hart verdrahteter Kostenvergleich.

Grenzen & Positionierung (Motivation fürs Kostenmodell)

Die FSM ist ein von Hand diskretisierter Näherer von „pro Cluster argmin(Weg + Wartezeit)” (Stufe 1 = Seite, Stufe 2 = beste SiKo der Seite). Das Kostenmodell verallgemeinert das zur kontinuierlichen Pro-Cluster- Entscheidung.

Bekannte Grenzen (Alex, erster Entwurf — „auf die Probe gestellt”):

  1. Wegkosten-Blindheit: Volltrichter (z. B. C5 → SiKo 1) ist nicht standortgenau optimal; der lange Weg kann den Wartezeitvorteil auffressen. → Fix: pro-Cluster Weg+Wartezeit.
  2. Fehlende Fälle: T2 → T1 wird gar nicht abgedeckt, selbst wenn günstiger. Mit modernisierten SiKo 1/5 (2/4 folgen) wird das real relevant. → Fix: T2 als gewöhnlicher Knoten im Kostenmodell.
  3. Veraltete Prämisse: „T2 immer am schnellsten” (Grund für keine T2 → T1) gilt nach der Modernisierung nicht mehr.

Positionierung (drei Ebenen):

  • Manuelle Steuerung = produktiver Status quo = Baseline der Non-Inferiorität.
  • FSM (dieses Dokument) = erster, noch nicht ausgerollter Algorithmus-Entwurf = zusätzlicher Vergleichspunkt.
  • Kostenmodell (modellkonzept) = verfeinerter Vorschlag; ideal gegen beide (manuell + FSM) evaluiert.

Die FSM ist erster Entwurf und soll verbessert oder ersetzt werden.